Der Theoriekurs zu Meteorologie und dynamischem Flug (Hangsoaring) ist für jeden Piloten fundamental. Die Kunst, Gelände und Wind zum Fliegen zu nutzen.
1. Meteorologie und dynamischer Aufwind
Dynamischer Aufwind entsteht, wenn eine Luftmasse auf ein Hindernis (Hang) trifft und aufwärts gelenkt wird.
Windwinkel: Ideal senkrecht zum Hang. Über 45° nimmt der Aufwind stark ab.
Windgeschwindigkeit: Minimum abhängig von der Hangneigung (meist 4–5 m/s).
Laminare Strömung: Gleichmäßiger, stetiger Wind — ideal für Hangsoaring.
2. Flugtechnik
Flugbahn: Parallel zum Hang. „Achter"-Manöver zur Positionierung.
Wenderegel: Nie zum Hang wenden! Immer hangabwärts/talwärts drehen.
Vorflugrecht: Bei Gegenverkehr hat der Pilot mit dem Hang rechts Vorrang.
3. Risikoanalyse
Rotor: Turbulenz auf der Leeseite. Eintritt führt meist zu Klappern.
Venturi-Effekt: Beschleunigung in engen Passagen. Risiko eines Blowback.
Windgradient: Geschwindigkeitsabnahme bodennah — gefährlich bei der Landung.
4. Sicherheitsstandards
Sicherheitsabstand: Immer genügend Abstand zum Hang halten.
Speed Bar: Angeschlossen und bereit. Bei Vortriebsverlust — sofort einsetzen.
Ausstiegsstrategie: Bei nachlassendem Aufwind — frühzeitig zur Landewiese.
5. Terminologie
Ridge Soaring / Hangsoaring: Fliegen im dynamischen Aufwind.
Luvseite: Die dem Wind zugewandte Seite (sicher).
Leeseite: Die windabgewandte Seite (gefährlich, Rotor).
Compression: Beschleunigung über der Hangkante.
Crabbing: Schräges Fliegen gegen den Wind.
