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P2 — Meteorologie — der „unsichtbare Guide" des Gleitschirmfliegens

4 min readP2 — Fortgeschrittenenkurs
P2 — Meteorologie — der „unsichtbare Guide" des Gleitschirmfliegens

Meteorologie ist der „unsichtbare Guide" des Gleitschirmfliegens. Die Fähigkeit, das Wetter zu lesen entscheidet über Sicherheit und Genuss.


1. Bedeutung der Meteorologie

  • Ist es fliegbar? (Sicherheitsmarge definieren).

  • Wo ist der Aufwind? (Thermiken und dynamischen Aufwind finden).

  • Wann aufhören? (Verschlechterung vorhersagen).


2. Windströmungen und Gelände

A. Dynamische Strömungen (Hangsoaring)

Wind trifft auf einen Hang und wird aufwärts abgelenkt — dynamischer Aufwind.

  • Bedingung: Wind senkrecht zum Hang (±30°).

  • Optimale Geschwindigkeit: 4–8 m/s.

  • Aufwindzone: Vor und über dem Hang.

B. Rotoranalyse

Rotor — turbulenter Wirbel auf der Leeseite.

  • Gefahr: Bei Windwechsel gerät man in die Rotorzone.

  • Merkmale: Heftige Schwankungen, hohes Klapperrisiko, starke Abwinde.

  • Goldene Regel: Nicht auf der Leeseite fliegen bei Wind über 5 m/s.


3. Risikofaktoren

  • Venturi-Effekt: Beschleunigung in engen Passagen.

  • Windgradient: Abrupter Geschwindigkeitsabfall bodennah.

  • Cloud Suck: Starker Sog von sich entwickelnden Wolken — Cumulus beobachten.

  • Blowback: Wind übersteigt die Flügelgeschwindigkeit — Speed Bar bereithalten.


Zentrale Erkenntnisse:

  1. Laminare Strömung ist unser Freund; Rotor unser Feind.

  2. Windrichtung per Windsack oder natürliche Indikatoren kontrollieren.

  3. Bei zunehmendem Wind und abnehmendem Vortrieb — sofort landen.