Meteorologie ist der „unsichtbare Guide" des Gleitschirmfliegens. Die Fähigkeit, das Wetter zu lesen entscheidet über Sicherheit und Genuss.
1. Bedeutung der Meteorologie
Ist es fliegbar? (Sicherheitsmarge definieren).
Wo ist der Aufwind? (Thermiken und dynamischen Aufwind finden).
Wann aufhören? (Verschlechterung vorhersagen).
2. Windströmungen und Gelände
A. Dynamische Strömungen (Hangsoaring)
Wind trifft auf einen Hang und wird aufwärts abgelenkt — dynamischer Aufwind.
Bedingung: Wind senkrecht zum Hang (±30°).
Optimale Geschwindigkeit: 4–8 m/s.
Aufwindzone: Vor und über dem Hang.
B. Rotoranalyse
Rotor — turbulenter Wirbel auf der Leeseite.
Gefahr: Bei Windwechsel gerät man in die Rotorzone.
Merkmale: Heftige Schwankungen, hohes Klapperrisiko, starke Abwinde.
Goldene Regel: Nicht auf der Leeseite fliegen bei Wind über 5 m/s.
3. Risikofaktoren
Venturi-Effekt: Beschleunigung in engen Passagen.
Windgradient: Abrupter Geschwindigkeitsabfall bodennah.
Cloud Suck: Starker Sog von sich entwickelnden Wolken — Cumulus beobachten.
Blowback: Wind übersteigt die Flügelgeschwindigkeit — Speed Bar bereithalten.
Zentrale Erkenntnisse:
Laminare Strömung ist unser Freund; Rotor unser Feind.
Windrichtung per Windsack oder natürliche Indikatoren kontrollieren.
Bei zunehmendem Wind und abnehmendem Vortrieb — sofort landen.
