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P2 — Thermische Aufwinde — Grundlagen

4 min readP2 — Fortgeschrittenenkurs
P2 — Thermische Aufwinde — Grundlagen

Thermik — aufsteigende Warmluft, die durch ungleichmäßige Erwärmung der Erdoberfläche entsteht. Für Gleitschirmpiloten ist Thermik der wichtigste Weg, Höhe zu gewinnen.


1. Wie entsteht Thermik?

  • Die Sonne erwärmt verschiedene Oberflächen ungleichmäßig: Felsen, Felder, Gebäude.

  • Erwärmte Luft steigt als «Blase» oder stabiler Schlauch auf.

  • In bestimmter Höhe kondensiert Feuchtigkeit → Cumulus-Wolken als Thermik-Marker.


2. Trigger-Zonen

  • Dunkle Flächen: Geröll, Asphalt, Acker.

  • Sonnenzugewandte Hänge (Südhänge auf der Nordhalbkugel).

  • Kontrastgrenzen: Feld/Wald, Ufer/Wasser.

  • Urbane Zonen: Dächer und Parkplätze strahlen Wärme ab.


3. Indikatoren

  • Cumulus-Wolken: Flache Basis = Kondensationsniveau.

  • Segelnde Vögel: Adler und Geier kreisen in der Thermik.

  • Variometer: Akustisches Steigsignal.

  • Staub und Rauch: Visuelle Marker.


4. Zentriertechnik

  1. In die Steigzone einfliegen (Vario zeigt «+»).

  2. Kreis in Richtung des stärkeren Steigens einleiten.

  3. Position korrigieren: Kreismittelpunkt zum stärksten Steigen verschieben.

  4. Radius je nach Kerngröße anpassen.


5. Sicherheit

  • Überentwicklung vermeiden — Gewittergefahr.

  • Cloud Suck: Starke Thermik saugt in die Wolke — rechtzeitig abdrehen.

  • Bei starker Turbulenz nicht kurbeln — ruhigere Thermik suchen.


6. Terminologie

  • Thermik: Aufsteigende Warmluft.

  • Trigger Point: Auslösebereich.

  • Wolkenbasis: Unterkante der Cumulus-Bewölkung.

  • Kern: Stärkstes Steigen im Zentrum.

  • Zentrieren: Technik zum Finden des Kerns.