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P3 — Thermikflug-Theorie: Fortgeschrittene Konzepte

4 min readP3 – Mittelstufe
P3 — Thermikflug-Theorie: Fortgeschrittene Konzepte

Thermikanatomie und Umweltfaktoren

Thermik verhält sich wie ein lebender Organismus:

  • Kern: Stärkstes Steigen. Mit der Höhe weitet sich die Thermik, der Kern kann in «Blasen» zerfallen.

  • Sinken: An den Rändern der Thermik sinkt die Luft immer. Starke Thermik = starkes Sinken drumherum.

  • Drift: Wind neigt den Schlauch. Je schwächer die Thermik und stärker der Wind, desto flacher und turbulenter.

Trigger-Punkte und Gelände

  • Mechanisch: Gratrücken, Taleinschnitte, Felssporne.

  • Thermischer Kontrast: Sonnenbeschienenes Feld neben kühlem Wald.

Zentriertechnik

  • 4-Sekunden-Regel: Bei maximalem Steigen 2–4 s warten, dann steile Kurve einleiten.

  • Druckkontrolle: Innenbremsdruck steigt → im Kern. Druck fällt → Thermik drückt raus.


2. Flugdynamik und Sicherheit (SIV)

Aktives Pilotieren

  • Leichte Bremsspannung. Druck verschwindet → sofort «fangen».

  • Schirm schießt vor → bremsen. Schirm hängt zurück → loslassen.

Vorfallanalyse

  • Asymmetrischer Klapper: Kurs halten durch Gewichtsverlagerung zur Gegenseite.

  • Frontklapper: Symmetrischer, kurzer, harter Bremsimpuls.

  • Negativer Trudler: Sofort Bremsen loslassen («Hände hoch!»).

Energiemanagement

Scharfe Roll-Bewegung erzeugt Energie → mit korrektem Pilotieren dämpfen.

Retterwurf

Goldene Regel: «Im Zweifel — werfen!»

  1. Unkontrollierbare Rotation mit Höhenverlust.

  2. Verhänger, nicht lösbar nach 2–3 Versuchen.

  3. Kollision in der Luft.