Praktisches Training an einem niedrigen Bergrücken ist eine der wichtigsten Stufen der Gleitschirmausbildung. Hier werden die beim Groundhandling erlernten Fähigkeiten auf tatsächliche Höhe übertragen. Ein niedriger Rücken ermöglicht zahlreiche Wiederholungen von Start- und Landezyklen, was für den Aufbau von Sicherheit entscheidend ist.
1. Flugvorbereitung am Rücken
Platzerkundung: Beurteilung von Windrichtung und -stärke, Inspektion der Start- und Landezonen.
Briefing: Der Fluglehrer erklärt die Flugroute, erwartete Bedingungen und Notfallverfahren.
Ausrüstungskontrolle: ABCDE-Check vor jedem Start ohne Ausnahme.
2. Start vom Rücken
Startsequenz:
Schirmvorbereitung: Auslegen und Leinenkontrolle hinten (Rückwärtsstart) oder vorne (Vorwärtsstart).
Aufziehen: Schrittweises Hochziehen mit gleichmäßiger Kontrolle beider Seiten.
Kontrolle: Sicherstellen, dass der Schirm vollständig geöffnet und stabil über dem Kopf ist.
Anlauf: Selbstbewusst den Hang hinunterlaufen, ohne anzuhalten bis zum Abheben.
3. Steuerung im Flug
Kurven: Sanfte Kurven mit den Bremsen, ohne abrupte Bewegungen.
Geschwindigkeitskontrolle: Hände auf Schulterhöhe für normale Geschwindigkeit.
Orientierung: Richtung zur Landezone und andere Piloten in der Luft im Blick behalten.
4. Landetechnik
Anflug: Auf den Endanflug gegen den Wind einstellen.
Gleitpfad: Gleichmäßiges Sinken zur Landezone.
Flare: Im letzten Moment beide Bremsen sanft auf Hüfthöhe ziehen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Aufsetzen: Auf die Füße stellen und den Bodenkontakt abfedern.
5. Tipps des Fluglehrers
Die ersten Flüge sollten geradeaus sein, ohne komplexe Manöver.
Videoanalyse: Starts und Landungen aufnehmen, um Fehler nachher zu analysieren.
