Beim Gleitschirmfliegen ist ein Funkgerät nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern ein wesentlicher Bestandteil der aktiven Sicherheit. Seine korrekte Nutzung ist oft entscheidend zur Vermeidung von Zwischenfällen.
1. Zweck und Funktionen
Das Funkgerät ermöglicht sofortige Kommunikation zwischen Pilot und Boden:
Echtzeit-Anweisung: Für Schüler ist das Funkgerät eine „Fernsteuerung", mit der der Fluglehrer bei Start, Manöver und Landung helfen kann.
Informationsaustausch: Wetterveränderungen, Windrichtung oder Hindernisse.
Koordination: Abstimmung zwischen Piloten bei Gruppen- und XC-Flügen.
2. Bedeutung für die Flugsicherheit
Notfallmanagement: Bei einem Problem in der Luft verhindert der Fluglehrer Panik und gibt genaue Anweisungen.
Wetterwarnungen: Piloten am Boden beurteilen Windböen genauer und warnen rechtzeitig.
Suche und Rettung: Das Funkgerät ist der schnellste Weg, Hilfe zu rufen, besonders ohne Mobilfunk.
3. Nutzungsregeln (Funkdisziplin)
Kurze und klare Nachrichten: Die Frequenz nicht mit unnötigem Geplauder belasten.
Priorität: Schüler-Fluglehrer-Kommunikation hat immer Vorrang.
Funkcheck: Pflicht vor jedem Flug — Batterie- und Frequenzprüfung.
Freisprechanlage: Headset mit PTT-Taste im Helm ermöglicht Sprechen ohne Bremsen loszulassen.
4. Technische Daten
Beim Gleitschirmfliegen werden 2-Meter-Band (VHF)-Funkgeräte verwendet — gute Signalausbreitung im Gebirge. Das Gerät sollte sein:
Stoßfest
Wasserdicht (oder in einer Schutzhülle)
Mit leistungsstarkem Akku
Wichtige Begriffe:
PTT (Push-to-Talk): Taste zum Umschalten zwischen Empfang und Senden.
VHF: Frequenzbereich für Flug- und Seefunk.
Bremsen: Steuergriffe des Gleitschirms.
Squelch: Rauschunterdrückung bei fehlendem Signal.
