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FAI und CIVL im Gleitschirmfliegen

5 Min. LesezeitAusbildungsgrundlagen
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Die 1905 gegründete Fédération Aéronautique Internationale (FAI) ist der internationale Luftsportverband. Ihre Kommission CIVL befasst sich mit Gleitschirm- und Drachenfliegen. Die Dokumente dieser Organisationen behandeln Wettkämpfe, Ausbildung und die Vergleichbarkeit von Pilotenqualifikationen — jeweils mit einem anderen Zweck.

FAI/CIVL

Veröffentlicht Sportregeln und einen Ausbildungsrahmen.

Nationaler Verband

Bewertet und vergibt Qualifikationen nach eigenen Regeln.

IPPI

Macht die Stufe einer nationalen Qualifikation verständlich.

EN-Normen

Betreffen Ausrüstungstests, nicht die Pilotenbewertung.

Die Übersicht trennt die Aufgaben; die Flugerlaubnis richtet sich nach örtlichen Vorschriften.

Wettkampfregeln und örtliche Vorschriften

Abschnitt 7 des FAI-Sportkodex regelt die CIVL-Disziplinen. Seine Teile behandeln unter anderem Streckenflug, Kunstflug, Ziellandung und Pilotenranglisten. Der Kodex gilt für FAI-sanktionierte Veranstaltungen; nationales Recht, Luftraumvorschriften und Regeln eines Fluggeländes ersetzt er nicht.

SafePro Para als gemeinsamer Ausbildungsrahmen

CIVL SafePro Para beschreibt fünf Kernstufen: Ground Skimming, Altitude Gliding, Active Flying, Soaring und Senior Pilot. Der Rahmen hilft nationalen Organisationen, Ausbildungsprogramme und Qualifikationen zu vergleichen. Eine zuständige Stelle ordnet die Stufe nach einer Beurteilung zu; die Lektüre dieses Theorietexts bestätigt weder praktische Fertigkeiten noch verleiht sie eine Einstufung.

IPPI macht nationale Einstufungen verständlich

Die SafePro-Para-Stufe auf einer IPPI-Karte hilft Platzverantwortlichen im Ausland, eine nationale Pilotenqualifikation einzuordnen. Die Karte gilt nur mit einer aktuellen nationalen Lizenz oder Einstufungskarte. Sie umfasst keine Versicherung und erlaubt nicht automatisch Flüge in einem Land oder an einem bestimmten Gelände.

EN 926 prüft Schirme, nicht Piloten

EN 926-1 legt Prüfanforderungen für die strukturelle Festigkeit eines Gleitschirms fest; EN 926-2 klassifiziert sicherheitsrelevante Flugeigenschaften. Diese europäischen Produktnormen sind keine von der FAI vergebenen Pilotenstufen. Ein Prüfergebnis ersetzt weder die passende Schirmgröße und einen guten Zustand noch Ausbildung und Beurteilung der Flugbedingungen.

Was vor einem Flug zu prüfen ist

  • Beim Wettkampf: den aktuellen Sportkodex und die örtlichen Veranstaltungsregeln.
  • Bei der Ausbildung: das nationale Programm, die Beurteilung durch Lehrpersonen und das eigene Können.
  • Auf Reisen: Gültigkeit des nationalen Dokuments, Anerkennung von IPPI, Versicherung, Luftraum und Fluggebietsregeln.
  • Bei der Ausrüstung: Prüfunterlagen für das genaue Modell und die Größe, Herstellerangaben und den aktuellen Zustand.

Wer diese Systeme unterscheidet, findet leichter den richtigen Nachweis. Ob ein Flug zulässig und sicher ist, hängt stets vom Land, Gelände, den Bedingungen und der Vorbereitung des Piloten ab.

Wettbewerbskategorien, WPRS und GAP

FAI-Wettbewerbe der Kategorien 1 und 2 haben eigene organisatorische Regeln. Das World Pilot Ranking System (WPRS) ordnet Piloten anhand der Ergebnisse anerkannter Wettbewerbe ein; es ist weder eine Ausbildungsstufe noch eine Flugerlaubnis. GAP bewertet eine einzelne Streckenflugaufgabe und ist kein anderer Name für WPRS. Im geltenden Sporting Code behandelt Abschnitt 7E das WPRS und Abschnitt 7F die XC-Wertung. Vor einer Teilnahme sind die aktuelle Fassung für die Disziplin, die lokalen Wettbewerbsregeln und die Zulassungsvoraussetzungen zu prüfen. Ein Ranglistenplatz ersetzt diese Prüfung nicht.

FAI/CIVL

Gründung der FAI und Grenzen ihrer Zuständigkeit

Die FAI wurde am 14. Oktober 1905 in Paris als internationaler Luftsportverband gegründet. Sie schafft einen Rahmen für Sportregeln, Rekorde und Zusammenarbeit. Ihre nationalen Mitglieder behalten die Kontrolle über ihre eigenen Angelegenheiten, auch über die Qualifikation von Piloten. Ein FAI-Dokument erteilt daher weder automatisch eine nationale Pilotenlizenz noch eine Flugerlaubnis für einen bestimmten Ort. Bei Ausbildung und Reisen sind der internationale Rahmen, die zuständige nationale Stelle und die örtlichen Regeln als unterschiedliche Zuständigkeiten zu prüfen.

FAI

Aufgaben der CIVL

Die CIVL ist die FAI-Kommission für Drachen- und Gleitschirmfliegen. Ihre offizielle Seite bündelt den Sporting Code, Wettbewerbsunterlagen, den Ausbildungsrahmen SafePro Para und Informationen zur IPPI-Karte. Diese Dokumente erfüllen verschiedene Zwecke: Sportregeln ordnen Veranstaltungen, SafePro Para beschreibt Ausbildungsstufen und IPPI macht eine nationale Einstufung im Ausland verständlich. Die Kommission ersetzt keine nationale Ausbildungs- oder Aufsichtsbehörde. Für einen bestimmten Flug oder eine Qualifikation gelten die aktuellen Vorgaben der zuständigen nationalen Stelle und des Fluggeländes.

FAI

Das passende Dokument aus Abschnitt 7 wählen

Abschnitt 7 des FAI Sporting Code besteht aus mehreren Dokumenten und ist keine einheitliche Vorschrift für alle Disziplinen. Die Liste für 2026 nennt 7A für Streckenflug, 7B für Kunstflug, 7C für Ziellandung, 7E für die Weltrangliste und 7F für die XC-Wertung. Wählen Sie den Teil nach Disziplin und Fragestellung: Eine Ranglistenregel bestimmt nicht die Wertung einer einzelnen Aufgabe. Maßgeblich sind die aktuelle Fassung und die örtlichen Wettbewerbsregeln. Sportregeln ersetzen weder nationales Luftraumrecht noch die Vorgaben des Fluggeländes.

FAI

Offizielle Quellen